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Buchtipps - Jugendbücher ab 14 Jahren

Ein Urlaub an der See, Streitigkeiten der Eltern und die Begegnung mit einem Jungen, die das Leben von Esther durcheinanderwirbelt. Kraftvoll, poetisch und berührend entfaltet Steinkellner in Versen die Geschichte von Esther und Salomon, ihren Ängsten, Verlusten und ihrer Freundschaft. Esthers Worte werden mit Polaroidbildern ergänzt, Salomons mit Illustrationen, die seine Emotionen und Erinnerungen erfassen. Zwei Jugendliche, zwei unterschiedliche Schicksale, die von Steinkellner in allen Facetten eingefangen und in Worte und Bilder verpackt werden. Grandios!

„Harte Schale Weichtierkern“ ist das erste explizite Jugendbuch von Cornelia Travnicek. Es ist tage- bzw. notizbuchartig aufgemacht, die wilden Collagen von Michael Szyszka sind in rot, tintenblau und Post-It-gelb gehalten, es gibt viel Gekritzel, Sketches, Listen, ausgefülllte Fragebögen und superschöne Illustrationen, die in die Gedanken- und Gefühlswelt der 17jährigen Fabienne eintauchen lassen. Eine neurodiverse Coming-Of-Age Story, reich an unfassbar klugen Sätzen und feinen Beobachtungen, treffsicheren Analysen und obendrein feministisch.

Zwischen zwei Kulturen: Mahmoud ist 15, pakistanischer Norweger, schlagfertig, klug und gnadenlos ehrlich. Beim Lesen bleibt oft das Lachen im Hals stecken, Vorurteile gehen flöten. Ein warmherziges, spannendes, mulitethnisches Debüt über Armut, Erwachsenwerden und Transkinder. (Börsenblatt)

Mich hat dieses Buch zum Nachdenken angeregt und sehr berührt. Die Einstellung zum Leben zwischen den beiden Buchcharakteren Aristoteles und Dante könnte nicht unterschiedlicher sein. Während Dante die Welt in all ihren Farben sieht, scheint die von Ari dunkel und ohne Worte zu sein. Trotzdem freunden sich die beiden schnell an, bis sie unzertrennlich sind. Stück für Stück begleitet man sie durch die schwere Zeit des Erwachsenwerdens.

Dieses Buch hat mich während dem Lesen immer mehr begeistert. Es beschäftigt sich auf eine ganz andere und mir neue Art mit dem Suchen einer Antwort auf die Frage, wie man sich selbst im Dritten Reich verhalten hätte. Die Geschichte spielt in Hamburg zu Zeiten des 2. Weltkrieges, wo Swing, eine Jazzrichtung, Leben und Freude für eine Jugendgruppe bedeutet. Selbst als die Nazis diese Musikrichtung als verboten erklären, da sie als „undeutsch“ galt und somit eine Gefahr für den Staat darstellte, ließen sich die Swings nicht unterkriegen.

„Ich sorge mich um Jugendliche, die in immer größerer Zahl und in immer jüngerem Alter eine Bewunderung für den Nationalsozialismus, sogar für den zweiten Weltkrieg, entwickeln, weil sie sich in alterstypischen Grandiositätsfantasien als Eroberer und Herrscher der Welt sehen. Ihnen möchte ich erzählen, wie die NS-Jahre geendet haben, wie furchtbar die Konsequenzen nicht nur für die Verfolgten und Opfer des Nationalsozialismus, sondern auch für praktisch alle anderen Deutschen waren.

Das Mädchen Freddie erlebt in den Niederlanden, wie Juden deportiert werden, schließt sich einer Widerstandbewegung an und muss über die gefährlichen Aktionen schweigen. Immer wieder wird sie mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert, muss sich fragen, wem sie trauen darf und ob sie richtig handelt. Der Roman basiert auf einer wahren Geschichte und erzählt über den Mut, sich zu widersetzen. (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

Ein Roman über eine Klimaschützerin und einen Fischer klingt klischeehaft, ist er aber nicht. Dem Autor gelingt es, Denkanstöße und Argumente zu vermitteln, zum Nachdenken anzuregen und einem wütenden Mädchen eine Stimme zu geben. Ein Jugendroman mit aktuellen Themen – poetisch, aufrüttelnd und packend! (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

Köln 1942: Die 16-jährige Lene erlebt Bombardierungen, beobachtet Deportationen und zweifelt an der NS-Ideologie. Als sie ein Mitglied der Edelweißpiraten trifft, gerät sie ins Visier der Gestapo. Der Roman schildert die Konsequenzen des unmenschlichen NS-Regimes, zeigt die sinnlose Brutalität des Krieges und warnt eindringlich davor mit dem Strom zu schwimmen. Ein Roman über Mut, Zivilcourage in menschenverachtenden Zeiten. (Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendliteratur)

Der siebzehnjährige Felix Love war noch nie verliebt - die Ironie daran geht ihm selbst ziemlich auf die Nerven! Seine größte Angst ist es, dass sich niemand in ihn verlieben wird, weil er einfach zu viele Ausschlusskriterien erfüllt. Braune Haut, queer und trans - die Vorstellung, dass er deshalb nicht liebenswert ist, lässt ihn in Schockstarre verweilen. Doch als Felix transfeindliche Instagram-Nachrichten bekommt, nachdem sein Deadname zusammen mit Fotos von ihm vor seiner Transition in der Schule veröffentlicht wurde, wird es für ihn endlich Zeit zu handeln.