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Buchtipps - Ratgeber

Wer kennt sie nicht, die 'Zehn kleinen N***-lein'? Diese Geschichte von zehn kleinen, als Schwarz markierten Figuren, die der Reihe nach zu Tode kommen, sollte der Unterhaltung von (weißen) Kindern dienen. Selbst wenn Text und Melodie des Zählreims heute nicht mehr so oft rezipiert werden, sind sie fest im kollektiven Gedächtnis verankert.

Das Buch, nach dem alleinerziehende Mütter sich sehnen Über zwei Millionen Frauen in Deutschland sind alleinerziehend. Die Psychologin Caroline Uhl ist eine von ihnen. Deshalb beschäftigt sie sich mit der Frage: Wer bin ich, wenn ich nicht alleinerziehend bin, und wie kann ich diese Identität mit dem Alleinerziehendsein vereinen? Die Mammutaufgabe alleinerziehend zu sein sorgt dafür, dass viele Mütter ihre persönlichen Bedürfnisse, Ziele und Träume hintanstellen. Die eigenen Erfahrungen, Glaubenssätze und die Gesellschaft hindern oft daran, aus unangenehmen Situationen auszubrechen.

Elternsein als Team 'Vereinbarkeit - so schwer kann das doch nicht sein! Das dachte ich jedenfalls, bevor ich Vater wurde.' Birk GrülingFamilie und Beruf miteinander zu vereinbaren, bleibt ein Dauerthema für Eltern. Dabei spielen nicht nur Arbeitsmodelle und die Aufgabenverteilung im Alltag eine Rolle.

Für Eltern, die bindungs- und bedürfnisorientiert erziehen, ist die Selbstbestimmung des Kindes ein wichtiger Wert. Das bedeutet, auch auf Geschlechterstereotype zu verzichten und die freie Herausbildung der kindlichen (Geschlechts-)Identität zu ermöglichen. Diese findet überwiegend während der ersten 10 Lebensjahre statt. Dass Geschlecht eine soziale Konstruktion und nicht binär, sondern vielfältig ist, beschreibt Ravna Marin Siever anschaulich und einfühlsam anhand der Erkenntnisse der Gender Studies sowie zahlreicher Erfahrungsberichte von Eltern und Situationen im Alltag.

Geschrieben wurde „Ist das okay?“ von einer Expertin in diesem Bereich, der Schweizerin Agota Lavoyer. Es richtet sich an Kinder und Erwachsene. Lavoyer ist der Meinung: Prävention gelingt am besten, wenn sie unaufgeregt in den Alltag gebettet und regelmäßig geschieht. Die gemeinsame Lektüre des Buches unterstützt dabei.

Erziehung braucht den Blick auf Vielfalt Der Alltag in Deutschland ist längst multikulturell und Kinder kommen durch Gleichaltrige mit anderen Familienmodellen, Religionen, Hautfarben oder Sprachen in Berührung. Doch diese Vielfalt führt auch unter Kindergarten- und Grundschul-Kindern nicht automatisch dazu, dass alle auch 'gleich' wahrgenommen und behandelt werden. Mit diesem Buch zeigt die Diversity-Expertin Nkechi Madubuko Eltern Wege auf, wie sie ihre Kinder vorurteilsbewusster erziehen und für Vielfalt sensibilisieren können.

Die Freude über das Enkelkind ist riesengroß, und gerne möchte die Oma die junge Familie unterstützen. Andererseits ist da das Bedürfnis, das eigene Leben unabhängig zu gestalten und langgehegte Träume zu verwirklichen. Wie viel Oma möchten und können wir sein? Dieses Buch macht Mut, die neue Rolle im Familienkosmos nach den eigenen Vorstellungen zu gestalten. Dazu gehört eine offene Kommunikation über unterschiedliche Vorstellungen zum Erziehungsstil sowie zu den eigenen Zeit- und Kraftressourcen.

Obwohl Rassismus in allen Bereichen der deutschen Gesellschaft wirkt, ist es nicht leicht, über ihn zu sprechen. Keiner möchte rassistisch sein, und viele Menschen scheuen sich vor dem Begriff. Das Buch begleitet die Leser*innen bei ihrer mitunter ersten Auseinandersetzung mit Rassismus und tut dies ohne erhobenen Zeigefinger.

>Afrokids< unterscheidet sich von anderen Erziehungs-, Baby- und Kinderratgebern in einem entscheidenden Punkt: Fajembola spricht vor allem die Eltern von Schwarzen Kindern an und geht auf deren Fragen und Ängste zur gesunden Entwicklung und Erziehung ihrer Kinder ein. Sie schreibt über alltägliche Situationen, Herausforderungen und Entscheidungen wie beispielsweise die Namenswahl, die Haut- und Haarpflege oder den Umgang mit Mehrsprachigkeit. Solche Belange werden in den meisten anderen Ratgebern kaum thematisiert.

Kinder sind von Natur aus neugierig, interessiert und voller Begeisterung. In vielen Teilen der heutigen Welt werden sie dennoch unter enormem Leistungsdruck erzogen. Dabei ist Kindheit die wertvollste Ressource eines Menschen, die es zu schützen gilt. Denn Begeisterung verleiht Flügel und macht regelrecht genial. Das wissen wir instinktiv, doch die Wissenschaft liefert uns inzwischen sogar Erklärungen darüber, was in uns genau passiert, wenn wir begeistert sind.