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Buchtipps - zweisprachige Bücher

"Ich wollte immer den ganzen Kuchen, wie du, nicht nur ein Stück" ist das Vermächtnis der schillernden Chioma an die 9-jährige Terry, die in der leeren Wohnung noch einmal alle vertrauten Gegenstände aufnimmt und ihrer "Mom Chioma" nachspürt. Zwischen berührenden Momenten des Innehaltens entwirft Terry sich eine kraftvolle Zukunft inmitten ihrer Welten in Lagos, Freetown und Wien. "You are on point, Terry, just cool, just you."

Die Handlung ist schnell erklärt: In "Helfen" begleitet ein Junge seine Großmutter bei einem Ausflug zum Hagebuttensammeln. In "Warten" bricht ein Mädchen mit seiner Mutter und seiner Großmutter auf in die sommerliche Natur, um Schafgarbe für den Tee zu pflücken.

Caitlin Dale Nicholson gehört zum Stamm der Tahltan und studierte im Rahmen des First-Nations-Studienprogramms an der Universität von British Columbia. Sie unterrichtet Kunst und Englisch an einer Schule in Prince George in Kanada, wo sie mit ihrer Familie lebt. »Ich arbeite nicht sehr schnell. Ein Bild dauert mindestens ein paar Wochen, da ich die Figuren durch die Farbgebung so realistisch wie möglich erschienen lassen möchte. Als Grundlage nehme ich Fotos von meiner Familie, die wir gemacht haben, als wir Heilkräuter sammeln waren.«

»Einfach alles!« ist eine Kinder-Enzyklopädie in Kartenform. 150 Begriffe des täglichen Lebens hat die Künstlerin gezeichnet, gemalt oder collagiert – so sinnfällig, dass sie im Handumdrehen zu Inbildern unseres Alltags werden. Auf der Rückseite jeder Karte steht das Wort in sieben Sprachen (deutsch, englisch, französisch, spanisch, türkisch, chinesisch, arabisch). Außerdem ein passendes Sprichwort oder eine Redensart. Ein Begleitheft gibt kundige Anregung zum kreativen Umgang mit dem Bilder-Wort-Schatz.

Höchste Zeit, dass wir Moni Ports beliebtes Sachenbuch "Das kenn ich schon!" nun zusätzlich auch in einer mehrsprachigen Ausgabe herausbringen. Seit Jahren erfreut es Kleine und Große durch seine Klarheit und Unbekümmertheit. Endlich mal ein Bildwörterbuch, in dem die Dinge so gezeigt werden, wie sie im Kinderalltag vorkommen: mit bekleckerten T-Shirts, zerliebten Puppen, Kekskrümeln - und einem kleinen Häufchen im Töpfchen. Dies alles und noch viel mehr können wir bald auch auf Arabisch, Englisch und Französisch benennen!

Opa Andruschka ist ein fleißiger Gärtner. Im Fru¨hling eilt er mit Schaufel und Harke in den Garten, und im Nu ist das Beet bereit. Sachte legt er den Samen eines Ru¨bchens in die Erde, trägt jeden Tag das Wasser herbei und schaut dem Spross beim Wachsen zu. Und wie es wächst, das Ru¨bchen! Schon bald ist die Zeit der Ernte gekommen! Doch so sehr Opa nun am Ru¨bstiel rupft und zieht, das Ru¨bchen steckt fest in der Erde. Opa ruft nach Oma Maruschka: 'Komm, hilf mir, das Ru¨bchen zu ziehen!' Doch auch mit vereinten Kräften ist nichts zu machen.

Erinnerungen, Träume und Geschichten hat der Zeichner in seinem Notizbuch festgehalten. Er bringt mit seinen Bildcollagen die damit verbundenen Gefühle, Gerüche und Bilder zum Leben. Mit ungeheurer Leichtigkeit nimmt er die grossen Fragen des Lebens auf und verbindet auf einzigartige Weise die Bilder des Orients mit jenen des Okzidents. Dabei stellt er auch mal das Bild der Welt kurzerhand auf den Kopf. Das zweisprachige deutsch-arabische Bilderbuch baut mit viel Poesie und Feingefühl eine Brücke zwischen den Kulturen - für Kinder ebenso wie für Erwachsene.

Hsiao-Yü lebt in Taiwan. Dort spricht man Chinesisch und wenn Hsiao-Yü ihren Namen schreibt, dann schreibt sie auch 'Kleiner Fisch', denn das bedeuten die Schriftzeichen auf Chinesisch. Heute ist sie unterwegs auf einem kleinen Spaziergang: Mal ist ihre Welt blau, mal verschwommen. Sie trifft die Schattenkatze und findet ein Mauerblümchen. Man erlebt so einiges auf einem Spaziergang mit Hsiao-Yü!

Das Ticken der Pendeluhr im Haus begleitet den Alltag der Familie. Die Uhr sagt, wann es Zeit zum Aufstehen ist, wann Kaffee getrunken und die Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird und wann es wieder Zeit zum Schlafen ist. Und nachts, wenn es ganz still ist, wandert ihr Ticken durch das ganze Haus. Nie vergisst der Großvater, die Uhr mit einem kleinen Schlu¨ssel aufzuziehen. Doch eines Tages stirbt der Großvater.

Durstig ist das Vogelkind läuft zur Pfütze hin geschwind. Aber ei, da fliegt es hin und landet. mittendrin! Der Erste zieht es raus, der Zweite reibt es ab und auch der Dritte macht sich nützlich. Doch wer hat das Vogelkind eigentlich in die Pfütze geschubst, fragt der Vierte. 'Ich hab's doch nur gestupst', gesteht leicht zerknirscht der Fünfte, der mit der großen Mütze. Dieses Fingerspiel mit Abzählreim kennt im Iran jedes Kind. Die Pfütze liegt im Handteller und als das Vogelkind hinfällt, hat jeder Finger seine Aufgabe.